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Losaurach feiert jedes Jahr einen KERWA-Gottesdienst |
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Kerwagottesdienst in Losaurach – „Kirche ohne Mauer“
Am Kerwasonntag in Losaurach begann der Gottesdienst bereits früh am Morgen mit den Vorbereitungen. Um 9.15 Uhr trafen die acht Mitglieder des Posaunenchors ein, um unter der Leitung von Steffen Bien für den Gottesdienst zu proben.
Auch der Tischaltar wurde liebevoll vorbereitet. Das Ehepaar Heinz und Waltraud Schweigert gestaltete den Altartisch mit einem Holzkreuz, einigen Orchideen und Kerzen. So entstand mitten im Festzelt ein schlichter und zugleich festlicher Ort für den Gottesdienst.
Kurz vor 10 Uhr füllte sich das Festzelt immer mehr. Zahlreiche Menschen kamen zusammen, und schon vor Beginn des Gottesdienstes war eine fröhliche und herzliche Atmosphäre zu spüren.
Die Predigt und die Leitung des Kirchweihgottesdienstes übernahm Pfarrerin Rebecca Schüler. Die Lesung des Tages stammte aus dem Johannesevangelium, Kapitel 6. Im Mittelpunkt ihrer Kerwapredigt stand das Thema „Kirche ohne Mauer“. Pfarrerin Schüler machte deutlich, dass Kirche nicht unbedingt Mauern und ein festes Gebäude braucht. Der Gottesdienst in Losaurach fand an diesem Tag in einem Festzelt statt – einem Raum aus Stoff, der offen ist und gewissermaßen „atmet“. Ein Raum ohne feste Mauern, in dem Gemeinschaft und Freude ihren Platz haben.
Dabei erinnerte die Pfarrerin daran, wie viel Freiheit im christlichen Glauben steckt. Kirche soll ein Ort sein, an dem Menschen willkommen sind und so kommen dürfen, wie sie sind. Nicht die Gebäude stehen im Mittelpunkt, sondern die Menschen. So wurde auch der Gedanke deutlich: Menschen sind wichtiger als ein paar kaputte Dachziegel.
Jesus sagt im Johannesevangelium: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ Dieser Satz wurde zum Kern der Predigt. Bei Jesus gibt es keine Einschränkung, keinen Türsteher und keine Schwelle, die Menschen abweist. Jeder Mensch darf kommen und gehört dazu. Gerade im Festzelt wurde dieser Gedanke besonders anschaulich. Wer in das Zelt kommt, findet seinen Platz und gehört zur Gemeinschaft. Das Zelt hat keine große Schwelle und keine verschlossene Tür. Es steht offen – so wie die Einladung Jesu.
Kirche kann deshalb überall dort entstehen, wo Menschen einander begegnen: im Festzelt, im Gemeindehaus, im Wohnzimmer, beim Fußballspiel oder mitten im ganz normalen Alltag – auch dort, wo es manchmal chaotisch zugeht. Kirche entsteht, wenn Menschen miteinander treffen. Sie entsteht, wenn Menschen einander zuhören, miteinander lachen und gemeinsam feiern. So wurde der Kirchweihgottesdienst zu einer besonderen Feier der Gemeinschaft. Denn genau das ist es, was bei einer Kirchweih im Mittelpunkt steht: Menschen kommen zusammen, feiern miteinander und erfahren Gemeinschaft.
Die Botschaft des Gottesdienstes lässt sich deshalb in einem Gedanken zusammenfassen: Wir feiern einen Gott, der keine Mauern baut. Eine Kirche, die sagt: „Komm, wie du bist. Du wirst nicht weggestoßen.“
16.8.2026 Text und Bilder Lee Pheng Hadlich
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