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Weltgebetstag 2026 – Nigeria, „Kommt! Bringt eure Last“ - Hoffnung gegen alle Hoffnungslosigkeiten
Am Freitag, den 6. März 2026, wurde in der St.-Kilianskirche in Markt Erlbach der diesjährige Weltgebetstag gefeiert. Frauen aus der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde hatten den Gottesdienst gemeinsam vorbereitet. Der Gottesdienst stand unter dem Titel „Kommt! Bringt eure Last“ und wurde von Christinnen aus Nigeria gestaltet.
Im Gottesdienst sang die Gemeinde mehrere Lieder, die von nigerianischen Christinnen neu bearbeitet worden sind. In den Liedern spiegelten sich sowohl die Herausforderungen des Lebens als auch die Hoffnung und Sehnsucht nach einer besseren Welt. Besonders bewegend waren drei Lebensgeschichten, die im Gottesdienst erzählt wurden. Sie berichteten von der Last gesellschaftlicher Unterdrückung, von religiöser Verfolgung und von Armut und Verzweiflung. Diese persönlichen Berichte gingen vielen Besucherinnen und Besuchern unter die Haut.
Gemeinsam beten und Lasten teilen Der Gottesdienst machte deutlich, welche Lasten unsere Schwestern in Nigeria tragen. Gemeinsam wurde für sie gebetet. Im Vertrauen auf Christus dürfen wir glauben, dass Gott unsere Lasten mitträgt. Dieser Glaube gibt Kraft und Hoffnung – auch in schwierigen Zeiten. Der Weltgebetstag – eine weltweite Bewegung Der Weltgebetstag ist die größte und älteste ökumenische Frauenbewegung der Welt. Sein Motto lautet: Damit erinnert der Weltgebetstag daran, dass Gebet und Engagement zusammengehören. Unser Gebet soll uns dazu bewegen, uns für Gerechtigkeit, Frieden und ein besseres Leben für alle Menschen einzusetzen. Der Weltgebetstag wird jedes Jahr am ersten Freitag im März gefeiert.
Nach dem Gottesdienst lud das Team des Weltgebetstags zu einem gemeinsamen Tee und einem Buffet im evangelischen Gemeindehaus ein. Wir waren von dem Anblick der Buffettische und der Dekoration sehr gerührt.
Lee Pheng Hadlich
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Blick nach Nigeria Nigeria ist mit rund 230 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Afrikas. Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung sind jünger als 30 Jahre. Das Land gilt als aufstrebende Wirtschaftsnation und besitzt große Bodenschätze wie Öl, Gas und Gold. Trotz dieses Reichtums leben viele Menschen in großer Armut. Gewalt im Alltag, Kriminalität, Bandenüberfälle, Vergewaltigungen und Korruption sind für viele Menschen Realität. Auch die Grausamkeit der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram ist weltweit bekannt. Die reichen Bodenschätze des Landes sind zugleich Segen und Fluch. Besonders im Nigerdelta hat die Erdölförderung das empfindliche Ökosystem stark geschädigt. Dabei ist diese Region eine wichtige Lebensgrundlage für Fischerei und Landwirtschaft. In vielen ländlichen Regionen müssen Frauen und Mädchen oft kilometerweit laufen, um Wasser und Feuerholz zu holen. Häufig tragen sie die schweren Lasten auf dem Kopf, wie auf dem Titelbild. Hoffnung trotz schwieriger Lebensumstände Für viele Frauen und Mädchen in Nigeria ist das Leben nicht leicht. Doch ihr Vertrauen in Gott gibt ihnen Kraft und Hoffnung. |