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Mein Bericht vom Frauen- und Männer-Frühstück am 24. März 2026
Das Thema: Geduld – trotzdem! Die Referentin: Frau Ute Rapsch
Eingeladen hatte der Frauen-Bibelkreis. Etwa 50 Frauen und Männer ließen sich einladen zu einem Frühstück mit einem Hauch von weiter Welt. Es waren nämlich auch ein paar Frauen aus der Ukraine, Bolivien, Syrien, Äthiopien, dem Iran und aus Singapur (Frau Lee Pheng Hadlich als die, die alles in die Wege leitete) gekommen und eine von ihnen hatte mit einer Platte mit köstlichem Hummus unser fränkisches Essensangebot orientalisch ergänzt.
Frau Miederer übernahm wie immer die Moderation und stimmte auf das Thema des Vortrags ein: die Geduld – und die Ungeduld
Frau Ute Rapsch begann ihren Vortrag mit einem Blick in die Vergangenheit. Die heutige ältere Generation war mit geduldigem Wartenmüssen aufgewachsen: Warten auf einen Brief, eine Nachricht per Telegramm oder Telefon, beim Einkaufen… usw. Der heutigen Generation „WhatsApp“ fehlen die Trainingsmöglichkeiten für Geduld, ganz schnell reißt bei uns der „Geduldsfaden“. 4 Minuten lang sollten wir Zuhörer uns untereinander über unsere eigenen Erfahrungen mit Geduld und Ungeduld austauschen. Die Ukrainerin neben mir erklärte sehr überzeugend, dass das ukrainische Volk viel Geduld hat – bei Kälte, Armut, Bedrohung, Hunger, Not…die fehlenden Worte ergänzten ihre Gesten. Mich berührte das sehr.
Woher kommt die allgemeine Ungeduld der Menschen von heute?
Frau Rapsch zählte 5 Sätze auf, die oft von Jugend an als Antreiber für diese Ungeduld gelten können: 1. Sei schnell! 2. Sei perfekt! 3. Alles muss hart erarbeitet werden! 4. Mach es allen recht! 5. Halte durch! Sei ein Fels in der Brandung!
Auch wenn manche dieser Antreibe-Sätze auch Gutes bewirken könnten, sie führen sehr oft zu einem Fehlverhalten: zu voreiligen Entscheidungen, Überforderung, Streit..
Welchen Vorteil hat dagegen die Geduld?
Sie hilft, sich auf das Wesentliche zu beschränken - vermeidet körperlichen und seelischen Druck und auch Rückschläge - Sie fördert gemeinschaftliches Tun und hilft dabei unser Leben selber zu gestalten…. und bewirkt noch vieles mehr ….
Für uns als Christen empfahl sie, Jesus als Vorarbeiter für unser Leben anzunehmen, ihm zu vertrauen.
Geduld – das ist die kleine Schwester des Vertrauens – Die große Schwester ist glaubendes Vertrauen.
In der Bibel gibt es dafür viele Beispiele: Israel, auf dem Weg aus Ägypten ins verheißene Land, Simeon , Johannes, Paulus….
Geduld - trotzdem!
Verspätungen, lange Wartezeiten … manche Situationen fordern unsere Ungeduld geradezu heraus.
Wir können diese Zeiten aber auch nutzen: Zum Beten - zum Nachdenken: Was ist wirklich wichtig? Was könnte ich ändern? - An einem Punkt damit beginnen! Die Ruhe einfach aushalten!
Ihren Vortrag beendete Frau Rapsch mit den 4 Versen des Liedes „Jesu, geh voran auf der Lebensbahn!“ EG 391 Graf von Zinsendorf hat das Lied vor 300 Jahren geschrieben. Hat es auch heute noch etwas zu sagen? Geduld kommt jedenfalls auch darin vor.
„Gott segne dich, behüte dich!“ Mit diesem Segenslied und dem gemeinsamen Vater Unser endete das Frauenfrühstück. Die Frauen des Frauenbibelkreises hatten danach noch einige Zeit mit Aufräumen und Geschirrspülen zu tun. Aber sie taten es geduldig und freudig, weil sie sicher waren, dass sie zu einem schönen Gemeinschaftserlebnis beigetragen hatten.
Christel Fleischmann Bilder Lee Pheng Hadlich |


